kurzbeschreibung

quick response code (kurz: qr-code) ist eine weiterentwicklung des bekannten barcode. entwickelt wurde diese kodierung ursprünglich für die markierung von komponenten in der automobilindustrie.

fakten

hautpunterschied zum herkömmlichen barcode
qr-code ermöglicht es viel mehr informationen zu speichern. das liegt unter anderem daran, das der qr-code zweidimensional ist, während der barcode nur eindimensional ist.

weiterhin ist der code redundant. das heißt er kannt trotz beschätigung vollständig ausgelesen werden. es gibt vier redundanzlevel (l,m,q,h) wobei l ('low') das geringste und h ('high' / 'highest') das höchste ist. je höher die redundanz, desto weniger individuelle information passt auf den code.

aufbau

der qr-code besteht aus, in einem quadrat angeordneten, schwarzen und weißen, sichtbaren modulen (felder). diese wiederrum bestehen aus punkten. emfpohlen sind dabei mindestens 4 dots (punkte) pro mm. so ergibt sich in diesem fall eine 4x4 matrix von 16 punkten mit einer seitenlänge von 1/3mm.

in den ecken des codes befinden sich, außer rechts unten, jeweils größere quadrate, in denen ein weiteres, gefülltes quadrat enthalten ist. diese drei quadrate sind muster, anhand derer der scanner die position des codes erkennt. sie enthalten keine weiteren daten. im micro-qr-code gibt es nur noch ein solches quadrat.

ein code der ersten version besteht aus einer matrix aus 21x21 modulen. ein qr-code der zweiten version besteht aus einer 25x25 matrix. die derzeitig höchste versionsnummer ist 40 (177x177 modul matrix). laut den entwicklern (denso-wave) können in einem qr-code bis zu 7089 zeichen abgeschpeichert werden. das entspricht in ms word, mit times new roman, und schriftgröße 12, knapp zwei din a4 seiten.

um den qr-code muss ein mindestens 4 module breiter, leerer rand sein, damit die codes fehlerfrei ausgelesen werden können.

speicherkapazität (datenmenge)
speicherkapazität eines qr code
speicherkapazität eines qr code
inhaltbeispielspeicherkapazität
quelle: http://www.denso-wave.com
nur nummerischer inhalt 12345678 max. 7089 zeichen
alphanumerischer inhalt 21x21 matrix max. 4296 zeichen
binärer inhalt 01110001 01110010 00001101 00001010 max. 2953 byte
asiatische schriftzeichen 漢字 max. 1817 zeichen
das auslesen
das aus- bzw. ablesen der information erfolgt durch entsprechende scanner oder mit mobiltelefonen mit entsprechender software.
material

die qr-codes können auf nahezu jeder oberfläche, auf fast jedem material angebracht werden.

beispiel wo qr-code angezeigt und ausgelesen werden kann:

  • qr-codes auf papier z.b.
    • auf selbst ausgedruckten fahrkarten der bahn
    • kodierte weblinks in der tageszeitung (als deutscher vertreter: welt kompakt) - das ermöglicht z.b. einen link zum entsprechenden zeitungsartikel über das handy auf zurufen, ohne ihn abtippen zu müssen.
    • als kleber (label) auf produkten
    • auf visitenkarten - sehr praktisch, weil die daten z.b. nicht erst ins handy eingetippt werden müssen, sondern innerhalb von wenigen sekunden eingescannt werden.
    • als werbeträger, z.b. auf t-shirts
  • mit laser in oberfläche gebrannte qr-codes
  • qr-codes die auf einem display dargestellt werden

standart
standardisierungen der qr code
standardisierungen der qr code
datumstandard
quelle: http://www.denso-wave.com
oktober 1997 zugelassen als aim international (automatic identification manufacturers international) standard (iss - qr code)
märz 1998 zugelassen als jeida (japanese electronic industry development association) standard (jeida-55)
Januar 1999 zugelassen als jis (japanese industrial standards) standard (jis x 0510)
juni 2000 zugelassen als iso international standard (iso/ice18004)
november 2004 micro qr code wird zugelassen als jis (japanese industrial standards) standard (jis x 0510)
lizenz
die nutzung von qr-codes ist lizenzfrei (auch kommerziell). laut der unternehmens-website von denso-wave, wird das besitzende patentrecht nicht angewandt.